FC Altenbochum feiert Befreiungsschlag: 5:1 gegen Hombrucher SV
Altenbochum. Der FC Altenbochum hat seine ersten drei Punkte in der neuen Landesliga-Saison eingefahren. Mit einem deutlichen 5:1 (1:1) gegen den Hombrucher SV gelang der Mannschaft von Trainer Walter Gede nicht nur der erste Saisonsieg, sondern auch eine klare spielerische Steigerung gegenüber den ersten beiden Partien.
Dabei hatte der Nachmittag für den FC Altenbochum zunächst alles andere als optimal begonnen. Aufgrund mehrerer personeller Veränderungen musste das Trainerteam seine Startformation umbauen. Karam Kaso Kaso und Hamza Mrabti fehlten urlaubsbedingt. Während Kaso Kaso in der kommenden Woche wieder zur Mannschaft stoßen soll, wird Mrabti noch eine weitere Woche fehlen.
Auch auf der Torwartposition gab es eine Veränderung. Der bisherige Stammtorhüter Raciel Peralta Gonzalez stand diesmal nicht zwischen den Pfosten, sondern nahm auf der Bank Platz. Stattdessen erhielt Malik Witt das Vertrauen des Trainerteams und hütete das Altenbochumer Tor.
Auch in der Feldbesetzung musste Walter Gede umstellen. Marte Drews rückte für den fehlenden Hamza Mrabti in eine offensivere Rolle im Mittelfeld. Dadurch wurde eine Position frei, die Maximilian Fritz übernahm. Fritz rückte entsprechend auf die Position von Drews und half dabei, die personellen Veränderungen im Team aufzufangen. Die Umstellungen funktionierten insgesamt gut, auch wenn Altenbochum zunächst erneut einen denkbar ungünstigen Start erwischte.
Nach einem Freistoß an der Grenze des Altenbochumer Strafraums, bei dem die Gastgeber die Entscheidung des Schiedsrichters durchaus kritisch sahen, kam der Ball in Richtung Tor. Altenbochums Torwart Malik Witt bekam das Spielgerät nicht richtig zu fassen. Der Ball prallte an seine Schulter, und ein Hombrucher Angreifer reagierte am schnellsten. Er staubte ab und schob zum 0:1 ein.
Anders als in den vergangenen Spielen ließ sich Altenbochum davon diesmal jedoch nicht aus der Bahn werfen.
Die Mannschaft reagierte mit einer starken Mentalität, übernahm zunehmend die Kontrolle und zeigte vor allem spielerisch ein deutlich anderes Gesicht. Statt wie zuvor häufig mit langen Bällen zu operieren, versuchte Altenbochum konsequent, sich von hinten herauszuspielen.
Das hatte gleich mehrere positive Auswirkungen. Der FC Altenbochum hatte deutlich mehr Ballbesitz und musste dadurch wesentlich weniger gegen den Ball arbeiten. Gleichzeitig konnten die eigenen Angriffe kontrollierter aufgebaut werden.
Die Belohnung folgte noch vor der Pause. Tiago Ramos erzielte den verdienten Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Ergebnis gingen beide Mannschaften schließlich in die Kabinen.
„Wir haben heute spielerisch deutlich besser agiert. Vor allem haben wir uns immer wieder hinten herausgespielt und nicht ständig mit langen Bällen gearbeitet. Dadurch hatten wir mehr Ballbesitz und mussten nicht so viel gegen den Ball arbeiten“, analysierte Gede.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der FC Altenbochum dann, dass man aus den vergangenen Spielen gelernt hatte. Statt sich zurückzuziehen, ging die Mannschaft aktiv in die zweite Halbzeit und bot dem Hombrucher SV Paroli.
Altenbochum spielte weiterhin mutig von hinten heraus und hielt den Gegner vom eigenen Tor fern. Ein entscheidender Moment folgte nach einem Foul an Marte Drews. Der Hombrucher Spieler sah dafür die Gelb-Rote Karte, sodass der FC Altenbochum fortan in Überzahl agierte.
Drews hatte die Situation dabei clever für sich genutzt und seinem Team damit einen entscheidenden Vorteil verschafft.
Nur wenige Minuten später schlug Altenbochum zu. Jerome Kapenda brachte den FC Altenbochum mit seinem Treffer zum 2:1 erstmals in Führung.
In dieser Phase hatte der Gastgeber allerdings auch das notwendige Quäntchen Glück. Gleich zweimal bot sich Hombruch die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Die Gäste konnten ihre Chancen jedoch nicht nutzen.
Stattdessen erhöhte Altenbochum auf 3:1. Luca Chalace traf für die Gastgeber und sorgte damit für eine scheinbar komfortable Führung.
Doch auch nach dem dritten Altenbochumer Treffer hätte die Partie noch einmal kippen können. Ein Hombrucher Angreifer lief alleine auf das Tor zu, setzte seinen Lupfer allerdings über den Kasten.
Altenbochum blieb damit weiter auf der Siegerstraße.
In der 55. Minute brachte Gede mit Merdan Toku einen Spieler, der der Mannschaft im zentralen Mittelfeld zusätzliche Stabilität verlieh. Toku brachte mit seiner Erfahrung Ruhe ins Spiel, spielte sichere und gute Bälle und sorgte dafür, dass Altenbochum die Partie in dieser Phase immer besser kontrollieren konnte.
Auch die weiteren Einwechslungen sollten sich auszahlen. Leo Duah und Bila Dinga fügten sich hervorragend ein. Beide sollten später noch entscheidenden Anteil an den letzten beiden Treffern haben.
Zunächst bereitete Bila Dinga das 4:1 vor. Mit einem starken Zuspiel schickte er Leo Duah in die Tiefe. Der Angreifer nahm den Ball auf, setzte sich in einer Einzelaktion gegen seinen Gegenspieler durch und schob das Spielgerät überlegt in die lange Ecke. Für den Hombrucher Torhüter war der Abschluss nicht zu halten.
Den Schlusspunkt setzte schließlich Bila Dinga selbst.
In der 90.+1 Minute nahm der Offensivspieler auf der linken Seite Fahrt auf, täuschte zunächst nach links an, zog anschließend rechts an seinem Gegenspieler vorbei und drang bis an die Kante des Strafraums vor. Dort setzte Dinga zum Abschluss an und schlenzte den Ball präzise in die Ecke – entgegen der Laufrichtung des Torhüters.
5:1 – die endgültige Entscheidung und gleichzeitig der Schlusspunkt eines für Altenbochum wichtigen Fußballnachmittags.
„Heute war Fortuna auch ein bisschen auf unserer Seite. Das Glück, das wir in den vergangenen Spielen vielleicht nicht hatten, ist diesmal zu uns zurückgekommen. Aber wir haben uns dieses Glück auch erarbeitet, weil wir insgesamt viel besser Fußball gespielt haben“, sagte Gede.
Der Trainer war mit der Entwicklung seiner Mannschaft entsprechend zufrieden, wollte den deutlichen Erfolg aber auch nicht überbewerten.
„Es war natürlich nicht alles perfekt. Wir haben noch genügend Aufgaben und Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Aber spielerisch war das heute viel, viel besser als in den Spielen zuvor. Besonders wichtig war für mich, dass wir nicht wieder ständig mit langen Bällen gearbeitet haben, sondern versucht haben, Fußball zu spielen und uns hinten herauszulösen.“
Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart steht damit nun der erste Dreier auf dem Konto des FC Altenbochum. Der 5:1-Erfolg bringt nicht nur drei wichtige Punkte, sondern dürfte auch für zusätzliches Selbstvertrauen sorgen.
„Die drei Punkte waren für uns enorm wichtig. Wir müssen jetzt weiterarbeiten, dürfen uns auf dem Ergebnis nicht ausruhen und müssen die Dinge, die heute gut funktioniert haben, weiter festigen“, so Gede.
Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt ohnehin nicht. In der kommenden Woche wartet mit Herne Süd bereits die nächste Aufgabe.
Der FC Altenbochum kann sich nach dem ersten Saisonsieg nun etwas beruhigter auf die nächste Partie vorbereiten – wohlwissend, dass weiterhin genügend Arbeit vor der Mannschaft liegt. Der erste Schritt ist jedoch gemacht: Drei Punkte, fünf Tore und vor allem ein deutlich verbessertes spielerisches Gesicht.
